Drei Dörfer im Banat

Rezepte

Grammelpogatschen
Man rührt von 400 g Mehl, ein bis zwei Eidottern, 20 g Germ, 40 g Fett, etwas Salz, zwei Eßlöffel Essig und Milch einen leichten Teig an. Dieser Teig muß gut abgeschlagen werden, bis er sich vom Löffel löst. Ist das geschehen, wird der Teig zum Aufgehen abgestellt. Unterdessen treibt man 400 g Grammeln durch den Fleischwolf (feine Scheibe).
Ist der Teig aufgegangen, wird er dünn ausgewalkt, mit nicht zu kalten gemahlenen Grammeln bestrichen und in der Weise, wie Blätterteig gemacht wird, eingeschlagen. Das wird mindestens dreimal wiederholt. Dazwischen läßt man den Teig immer 10 bis 15 Minuten rasten.
Jetzt wird der Teig auf eine Dicke von etwa eineinhalb Zentimetern ausgewalkt. Daraus werden nun mit dem Krapfenstecher die Pogatschen ausgestochen, mit Ei bestrichen und dann bei großer Hitze gebacken. Vor dem Ausstechen kann man den Teig auch mit Brotbröseln und groben Salz bestreuen. Noch ein Tip: Zum Aufgehen darf man den Teig nicht zu warm stellen!

Schmerkipferl
Aus 400 g Mehl, 2 Eidottern, 2 Eßlöffel Rahm, 1 Eßlöffel Zucker, 20 g Germ (in ein wenig Milch aufgeweicht), etwas Salz und Wein (oder Sauerrahm) wird auf dem Kuchenbrett ein leichter Teig gemacht, der gut abgearbeitet werden muß, bis er am Brett und an den Händen nicht mehr klebt. Zum Aufgehen gibt man den Teig in eine Schüssel (darf aber nicht warmgestellt werden und nicht zu stark aufgehen). Inzwischen treibt man 280 g Schmer durch den Fleischwolf. Von den 400 g Mehl sollte man etwas zurückbehalten.
Dieser Rest wird nun mit einem starken Messer fest in den Schmer gearbeitet, damit der Teig weich und geschmeidig wird. Dann rollt man den Teig zu einem eineinhalb cm dicken und ca. 20 cm großen Viereck aus. Der Teig wird auf das Brett gelegt, die Schmer wird eingeschlagen und wie Blätterteig behandelt. Dreimal läßt man den Teig rasten, dann wird er mit einem heißen Messer in beliebig große Stücke geschnitten, noch etwas aufgehen lassen, und zu Kipferl geformt, mit Marmelade gefüllt, gehen gelassen und gebacken.

Kürbisstrudel
In eine genügend große Schüssel gibt man einen halben Liter lauwarmes Wasser, einen Eßlöffel Essig, etwas Salz, ein Ei und soviel Mehl, damit der Teig schön weich bleibt. Alle Zutaten werden gut zusammengemischt. Danach auf dem Nudelbrett gut durchkneten, dann in drei Stücke teilen, aus den einzelnen Stücken Kugeln formen, diese mit einer Schüssel zudecken und 10 bis 15 Minuten ruhen lassen. Nach dieser Zeit werden die Kugeln tellergroß ausgerollt, mit lauwarmen Öl bestrichen und wieder 10 bis 15 Minuten ruhen lassen.
Die Bratkürbisse schälen, entkernen und grob reiben. Der Teig wird auf einem größeren Tisch mit Tischdecke ausgezogen. Der dicke Rand wird rundherum abgestreift und zu einer Kugel geformt, dann wieder mit der Schüssel zudecken. Ein Viertel des Kürbisses wird dann auf die Teigfläche ausgestreut. Etwas Öl, Zucker, Zimt und Honig werden darübergegeben.
Nun wird der Teig mit der Tischdecke zum Strudel aufgerollt und auf ein gefettetes Blech gegeben. Gebacken wird bei 200°C.
Alle abgelegten Ränder werden nun zu einer Kugel verarbeitet und so behandelt wie die ersten drei Teile. So bekommt man dann aus der oben angegebenen Masse vier Strudel.
Zum Füllen des gezogenen Strudelteiges kann man auch rohe, geriebene Äpfel vermischt mit Zucker und Zimt, entkernte Weichseln, Topfen (Quark) vermischt mit etwas Salz und Zucker oder gedünstetes Kraut verwenden. Sogar geriebener Mohn oder gemahlene Nüsse eignen sich dazu.

Polsterzipf
Man nimmt 350 g Mehl, einen gehäuften Eßlöffel Fett, einen Kaffeelöffel voll Backpulver, einen halben Kaffeelöffel Salz, ein Ei und Milch nach Bedarf. Backpulver und Mehl werden durchgesiebt und damit das Fett verrieben. Dann werden Salz, Ei und Milch dazugegeben und in einer Schüssel zusammengeknetet. Auf einem Nudelbrett kneten, bis der Teig geschmeidig wird. Dann ausrollen, etwa 3 mm dick, mit dem Backrädchen Vierecke schneiden und, schwimmend im Fett, hellbraun backen. Polsterzipf wurden mit Vorliebe zur Kartoffelsuppe gegessen.

Krumbiretatschl
Ein Kilogramm Kartoffeln werden gekocht, dann etwas ausgekühlt, geschält und gerieben. Ein wenig Salz, ein Ei und soviel Mehl dazugeben, daß der Teig nicht zu fest wird.
Mit einem Kochlöffel alles gut zusammenmischen. Dann einen gehäuften Eßlöffel von der Masse entnehmen, daraus eine Kugel formen und diese mit bemehlten Händen zusammendrücken, sodaß man ein Tatschel von etwa 1 cm Dicke bekommt. Das Tatschel wird in heißem Fett herausgebacken. Es kann zur Paradeissuppe serviert werden; es kann auch mit Marmelade bestrichen oder mit Zimt und Zucker bestreut werden.

Crème-Pitte
Zuerst wird ein guter Blätterteig angefertigt. Dazu nehmen wir 300 g Mehl, 250 g Butter, etwas Salz, 2 Eidotter, 1/8 l Rahm und 1/8 l Wein.
Mit einem nußgroßen Stück von der Butter, dem Mehl und den übrigen angeführten Zutaten machen wir einen Teig. Diesen walken wir etwa 1 cm dick aus, bestreichen ihn mit dem Rest der Butter (man kann auch Schmer dazu verwenden), schlagen den Teig ein und lassen ihn ruhen; das wiederholen wir dreimal. Ist das geschehen, teilen wir den Teig in zwei gleiche Stücke und backen diese auf einem Blech bei großer Hitze.
Für die Fülle wird ein halber Liter Milch, in die wir 6 Eßlöffel Zucker und eine Stange Vanille geben, gekocht. In eine andere Schüssel geben wir 5 Eier, einen Eßlöffel Mehl, etwas Maizena und verrühren das gut. Diese Masse wird dann in die kochende Milch gegossen und solange gerührt, bis die Masse dickflüssig wird.
Wenn die so gewonnene Creme ausgekühlt ist, geben wir noch einen aus 5 Eiweiß fest geschlagenen Schnee dazu. Der Blätterteig wird nun mit der Creme gefüllt und dann in Würfel geschnitten.
Die Oberfläche kann man noch mit Staubzucker bestreuen.